Ein besonderes Ereignis - neben dem Jahrtausendwechsel - beeinflusst die Datenverarbeitung bei Banken, Versicherungen und Industrie in den nächsten Jahren:
die Europäische Währungsunion
mit der gemeinsamen Währung EURO
Die Einführung des Euro erfolgt in zwei Euro-Phasen, wobei in der Datenverarbeitung mindestens drei Phasen mit folgenden Randbedingungen zu unterstützen sein werden:
Phase 0,
der heutige Zustand, in der es ausschließlich nur die Landeswährung als Basiswährung und Fremdwährungen gibt.
Phase 1,
die Dualitäts-Phase, in der es Euro und DEM als gleichberechtigte Landeswährungen neben den Fremdwährungen geben wird. Hier gibt es als Basiswährung nicht mehr die Landeswährung, sondern nur noch den Euro. Außerdem wechselt die Kursdarstellung von der Preis- zur Mengen-Notierung.
Phase 2,
die Ziel-Phase, in der es schließlich nur noch den Euro als Landeswährung und als Basiswährung neben den Fremdwährungen geben wird.
Es gibt zwar geplante Termine (Stichtage) für die Euro-Phasen, doch ist es durchaus möglich, daß diese noch geändert werden. Darüber hinaus ist noch nicht entschieden, welche europäischen Staaten wann und mit welchem Umrechnungskurs an der gemeinsamen Euro-Währung teilnehmen werden (Teilnehmerländer).
Technische Problemstellungen,
die bei einer Euro-Umstellung zusätzlich auftreten:
die Betragsdarstellung
(Anzahl Vor- und Nachkommastellen)
die Währungs-Umrechnungs-Arithmetik
für Noch-Fremdwährungen mit Anschluß an heute bestehende Währungs- und Kursdatenbestände und automatisch gesteuertem Übergang zur Teilnehmerwährung
die in der EU-Richtlinie geforderte
präzise Währungs-Umrechnungs-Arithmetik mit Rundung und Rundungsdifferenzen, wobei der Teilnehmerland-Status und die Euro-Phase zu berücksichtigen sind (mit dynamischen Wechsel der Basiswährung und/oder einer Fremdwährung zu einer Teilnehmerwährung und/oder der Kurs-Notierung)
die Erweiterung bzw. Aktualisierung der Datenbestände
Schnittstellen-Regelungen
zwischen umgestellten und noch umzustellenden Programmen und Datenbeständen
Minimierung der Zusatz-Rechnerbelastung
bedingt durch zusätzliche Programmlogik und Umrechnungen für den Euro
Unterstützung von Entwickler- und Integrations-Testmöglichkeiten für alle Euro-Phasen mit ihren Phasen-Übergängen und mit Beitritten von Teilnehmerländern
rechtzeitige Verteilung identischer Euro-relevanter Daten an alle Rechner mit Euro-abhängiger Software und einschalten der Gültigkeit (Anwendungs- und Rechner-übergreifende Konsistenz)
Standardwartung
der im Einsatz und in der Umstellung befindlichen Programme muß parallel noch möglich sein
Vermeidung einer Big-Bang-Vorgehensweise
bei Anwendungs- und Datenbestands-Umstellung und Produktionseinführung
Der EURO, .... und eine Lösung !